Bild zum Thema Schreibfehler korrigieren und Wahrnehmungspsychologie.

Schreibfehler korrigieren: So klappt´s mit der Korrektur! [inkl. 7 Tipps!]

Wer häufig Texte schreibt, kennt das Problem: Direkt nach dem Schreiben fällt das Korrigieren besonders schwer. Unser Gehirn schaltet auf Autopilot!


Viele Autoren versuchen darum, möglichst viel Abstand zum frisch geschriebenen Text zu gewinnen. Doch warum ist das so? In diesem Artikel soll geklärt werden, warum das Gehirn bei der Korrektur von Texten Fehler übersieht – und wie sich Schreibfehler am besten korrigieren lassen.

Der Autopilot: Darum ist es schwierig, Schreibfehler zu korrigieren!

Von Kindheit an begegnen wir Wörtern, denen eine bestimmte Bedeutung zugeordnet wird und deren Schreibweise sich bereits in unser Gedächtnis eingebrannt hat. Meist genügt es darum, die Silhouette eines Wortes zu sehen, um dessen Bedeutung zu erahnen. Da das Gehirn Energie sparen möchte, lesen die meisten Menschen Wörter nicht Buchstabe für Buchstabe, sondern schließen aufgrund von Erfahrungen vom Aussehen eines Wortes auf dessen Bedeutung. Hier einige Beispiele …

Beispiel 1:

Wer in einem Text auf die Buchstabenkombination A.g.la M.rk.l trifft, wird schnell merken, dass damit die Person Angela Merkel gemeint sein könnte; insbesondere dann, wenn diese Zeichenfolge in einem politischen Kontext auftritt.

Weitere Beispiele für die Funktion der Mustererkennung

Die Mustererkennung unseres Gehirns ist der Grund dafür, weshalb wir Fehler in Texten überlesen. Unser Gehirn hat die richtige Schreibweise bereits gespeichert und korrigiert für uns fehlerhafte Begriffe direkt im Kopf. Die Auto-Korrektur des Gehirns funktioniert am besten, wenn einem Autor Begriffe und Kontext eines Textes vertraut sind (also z. B. direkt nach dem Schreiben eines Textes).


Beispiel 2:

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Damit die Mustererkennung funktioniert, ist es wichtig, dass der erste und der letzte Buchstabe an der richtigen Stelle steht. Alternativ können die Buchstaben auch durch Zahlen ersetzt werden …

Beispiel 3:

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Tipp: „Die Auto-Korrektur des Gehirns funktioniert am besten, wenn uns die Begriffe und der Kontext eines Textes vertraut sind (also z. B. direkt nach dem Schreiben eines Textes …).“

7 Tipps für die Korrektur von Schreibfehlern

Der größte Gegner beim Korrekturlesen ist die Mustererkennung! Damit es trotzdem klappt mit dem Prüfen und Korrigieren von Schreibfehlern, hier noch ein paar Tipps für die Korrektur von Texten.


1. Den Text eine Nacht oder länger liegen lassen.

2. Den Text abdecken und Zeile für Zeile lesen.

3. Den Text Buchstabe für Buchstabe lesen.

4. Die Inhalte beim Korrigieren laut vorlesen.

5. Eine andere Person bitten, Korrektur zu lesen.

6. Rechtschreibprogramme verwenden (z. B. das Duden-Plugin).

7. Mehrere Korrekturdurchläufe durchführen.

Welche (Online-)Tools eignen sich für die Rechtschreibprüfung?

Für eine Prüfung der eigenen Rechtschreibung können Sie einige kostenlose Rechtschreibtools verwenden, die Sie beim Korrigieren von Texten unterstützen. Um Schreibfehler in Texten aufzuspüren, eignen sich z. B. folgende Online-Programme:


Duden Mentor

Mit dem Duden Mentor lassen sich Texte mit einem Umfang von bis zu 800 Zeichen schnell und ohne Registrierung korrigieren. Das Online-Tool analysiert sowohl die Rechtschreibung und Grammatik als auch die Zeichensetzung und den Stil.


Languagetool

Ebenfalls sehr hilfreich: die Rechtschreibprüfung von languagetool.org. Neben der Korrektur von deutschen Texten lassen sich damit Texte in vielen weiteren Sprachen auf Rechtschreibfehler hin überprüfen. Für tiefergehende Analysen wird jedoch ein Upgrade auf die Premium-Version benötigt.


Rechtschreibprüfung24

Das Tool von Rechtschreibprüfung24 bietet neben der Prüfung der Rechtschreibung und der Grammatik viele weitere Möglichkeiten zur Textverbesserung an: So gibt es eine Lesbarkeitsanalyse für die Verbesserung der Lesbarkeit eines Textes; eine Füllwort-Analyse zeigt auf, wo sich überflüssige Füllwörter in einem Text befinden.


Hinweis: Rechtschreibprogramme können Sie beim Korrigieren nur unterstützen. Die meisten Online-Tools arbeiten nicht fehlerfrei, sodass Sie nach der Korrektur noch einmal selbst über den Text drüberlesen sollten!

Fazit: Den Autopiloten ausschalten beim Rechtschreibfehler-Korrigieren!

Wer Schreibfehler korrigieren möchte, muss es mit dem Autopiloten aufnehmen! Möglichst viel Abstand zum frisch geschriebenen Text zu gewinnen, ist da schon mal eine gute Idee. Korrekturprogramme, oder das Lesen Buchstabe für Buchstabe, können gleichzeitig dabei helfen, die letzten Fehler in einem Text zu finden.