Was ist Thin Content? Eine Definition

Das Bild handelt vom Thema Thin Content, Definition.Thin Content (zu Deutsch: „dünner Inhalt“) beschreibt Inhalte von Webseiten, die den Qualitätsansprüchen Googles Webmaster-Richtlinien nicht genügen. Thin Content wird von den Suchmaschinenbetreibern nicht gern gesehen, da er keinen Mehrwert bietet.


Content mit Qualität hingegen wird auch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Doch was versteht Google eigentlich unter gutem Content und wie lässt sich eine Abstrafung durch dünne Inhalte vermeiden?

Welche Arten von Thin Content gibt es?

Automatisch erzeugte Inhalte

Content, der von Textprogrammen automatisch erzeugt oder mit Programmen 1 : 1 in eine andere Sprache übersetzt wurde. Texte ohne Mehrwert.

Duplicate Content

Identische Texte, die über verschiedene URLs aufrufbar sind. Texte, die von anderen Websites kopiert wurden.

Affiliate-Seiten ohne Mehrwert

Affiliate-Websites, die keinen Mehrwert bieten. Jedoch nicht: Affiliate-Websites mit hohem Informationswert, echten Testergebnissen und Nutzerbewertungen.

Doorway-Pages

Ebenfalls nicht gerne gesehen: Doorway-Pages (Brückenseiten) mit lokalem Bezug, die keinen Mehrwert liefern und nur dem Kundenfang dienen.

Seiten mit zu wenig Text

Seiten ohne relevante Inhalte, wie sie z. B. bei Online-Shops schnell einmal entstehen können.

INFO: Thin Content entsteht oft unbeabsichtigt aufgrund technischer Fehler oder schlechten Umgangs mit Content-Management-Systemen. Manche Arten von Thin Content wie zum Beispiel Doorway-Pages werden jedoch meist vorsätzlich erzeugt und zählen darum zu den Black-Hat-SEO-Techniken.

Wie äußert sich Google zu diesem Thema?

Google veröffentlichte Mitte Februar 2021 ein neues Video zum Thema Thin Content. Im Video erläutert Aurora Morales (Reichweitenexpertin bei Google), welche Merkmale Thin Content aufweist und wie sich Low-quality-Content vermeiden lässt.


Thin Content wird als Soft-404-Fehler klassifiziert

Google möchte seinen Nutzern Webseiten präsentieren, die einen Mehrwert bieten. Seiten, die die oben genannten Thin-Content-Kriterien erfüllen, können hingegen als Soft-404-Fehlerseiten klassifiziert werden. Der Seitenbetreiber kann diese in Googles Search Console einsehen, um Verbesserungen vorzunehmen. Es kann vorkommen, dass Google Soft-404-Seiten vom Ranking ausschließt. Zudem können manuelle Maßnahmen erfolgen, bei der einzelne Seiten oder ganze Websites von Google aus dem Index entfernt werden. Auf Nummer sicher geht, wer Thin Content und Soft-404-Fehler bereinigt und seine Inhalte verbessert.

Abb. 1: Soft-404-Fehler in der Google Search Console

bild thin content und soft404-fehler in der google search console

Was tun, wenn Thin Content entdeckt wurde?

Seiten ohne Funktion oder Nutzen für den Besucher können aus der Website entfernt werden. Webseiten, die noch benötigt werden, können überarbeitet und mit interessanten Inhalten aufgepeppt werden. Beim Erstellen einer Website sollte der Besucher immer im Fokus stehen. Content mit einem Nutzen für den Kunden und eine gute Planung der Website-Architektur ist hier das A und O. Wer sich fragt, wie hochwertige Websites eigentlich aussehen sollten, findet weitere Hinweise in Googles Publikation: „Informationen zur Erstellung qualitativ hochwertiger Inhalte“.

Fazit zu Thin Content & Low-quality-Content

Es ist nichts Neues: Webseiten sollen dem Leser gefallen und diesem einen Mehrwert bieten. Somit ist es nachvollziehbar, dass Google minderwertige Inhalte aus den Suchergebnissen eliminiert und abstraft. Webseitenbetreiber haben mit der Google Search Console die Möglichkeit, minderwertige Inhalte zu erkennen und zu beseitigen.

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