bild mit dem thema thin contentWer bei Google & Co gut ranken möchte, braucht zunächst einmal gute Textinhalte auf seiner Website.

Für das Ranking spielt auch die Textlänge eine gewisse Rolle. Studien haben gezeigt, dass Texte, die bei Google auf Platz 1 stehen, eine durchschnittliche Textlänge von 1900 Wörtern aufweisen.

Das bedeutet nicht, dass kürzere Texte keine gute Position in den Suchergebnissen erzielen können. Je nach Textart fährt man mit längeren Texten jedoch besser und es besteht nicht die Gefahr, dass die Inhalte von Google als „Thin Content“ gewertet werden.

 

Thin Content: Eine Definition

Thin Content bedeutet so viel wie „dünner Inhalt“ und beschreibt den Inhalt von Webseiten, die den Qualitätsansprüchen der Google Webmaster Guidelines nicht genügen. Thin Content wird von Google nicht gern gesehen, da er dem Leser keinen Mehrwert bietet und das Informationsbedürfnis des Lesers nicht befriedigt. Als Thin Content werden laut Google Guidelines folgende Inhalte gewertet:

 

– Automatisch erstellte Inhalte
– Dublicate Content (Texte unter mehreren URLs aufrufbar)
– Seiten ohne Text (z. B. nur Bilder)
– Affiliate-Seiten ohne Mehrwert
– Doorway-Pages (Seiten, die Leser täuschen sollen)

 

Oftmals sind auch Online-Shops von Thin Content betroffen, wenn diese nur kurze oder keine Produktbeschreibungen vorweisen. Dazu kommen andere bedeutungslose Seiten, wie z. B. leere Autorenseiten von Blogs usw.

 

Thin Content-Seiten werden als Soft-404-Fehlerseite klassifiziert

Google möchte den Suchenden Webseiten ausliefern, die einen Mehrwert bieten. Seiten, die die oben genannten Thin-Content-Kriterien erfüllen, werden hingegen als Soft-404-Fehlerseiten klassifiziert. Der Seitenbetreiber kann diese in der Google Search Console (Webmaster Tools) einsehen, um anschließend Verbesserungen vorzunehmen. Es wird angenommen, dass Google Soft-404-Seiten vom Ranking einfach ausschließt. Ob auch manuelle Maßnahmen seitens Google möglich sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Somit geht auf Nummer sicher, wer Soft-404-Fehler bereinigt und den Content verbessert. So wird auch einer Verschlechterung der Google-Platzierung entgegengewirkt und das Crawling-Budget geschont.

 

Abb. 1: Soft-404-Fehler in der Google Search Console

bild soft404-fehler in der google search console

 

Was tun, wenn Thin Content entdeckt wurde?

Am besten ist es, wenn Thin-Content-Seiten auf „no-index“ gesetzt werden. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob nutzlose Seiten gelöscht und die URLs auf alternative URLs umgeleitet werden können. Seiten, die noch gebraucht werden, können oftmals mit interessanten Inhalten angereichert werden, sodass der Grund für die Thin-Content-Klassifizierung entfällt.

 

Fazit: Was kann man daraus lernen?

Im Grunde ist es nichts Neues: Webseiten sollen dem Leser gefallen und diesem einen Mehrwert bieten. Somit ist es nachvollziehbar, dass Google minderwertige Inhalte aus den Suchergebnissen eliminiert oder abstraft. Webseitenbetreiber haben durch die Google Search Console die Möglichkeit, minderwertig Inhalte zur erkennen und zu beseitigen. So kann einer Abstrafung entgegengewirkt werden.