Die 10 häufigsten Fehler beim Linkaufbau | 2017

fehler beim linkaufbauWer in den Suchergebnissen bei Google & Co. weit vorne stehen möchte, der ist mit einzigartigem Content schon mal auf dem richtigen Weg. Doch auch im Jahre 2017 sind Backlinks und Linkaufbau unentbehrliche Faktoren für eine gute Position in den Suchergebnissen. Beim Aufbau von Backlinks ist allerdings Vorsicht geboten. Google achtet zunehmend auf die Qualität der erhaltenen Backlinks.

Damit der Linkaufbau zu einem vollen Erfolg wird und du beim Linkbuilding keine bösen Überraschungen erlebst, erhältst du nun wertvolle Tipps zum Thema „die 10 häufigsten Fehler beim Linkaufbau“.

 

1. Backlinks aus schlechter Nachbarschaft

Fehler Nummer 1: Links aus schlechter Nachbarschaft (engl.: Bad Neighbourhood). Aus Sicht von Google gibt es gute Websites und auch Schlechte. Websites, die nach Spam aussehen, sind heiße Kandidaten für eine Abstrafung. Dabei ist es egal, ob du auf die Spam-Seite verlinkst (ausgehender Link) oder diese auf deine Seite (Backlink). Sobald eine Website gegen die Richtlinien der Suchmaschinenprovider verstößt, kann dies eine Abstrafung zur Folge haben. Von der Abstrafung sind dann auch alle verlinkten und verlinkenden Seiten mit betroffen. Beispiele für schlechte Websites sind:

 

  • Domains, die mit Spam in Verbindung stehen
  • Websites mit vielen gekauften Backlinks
  • Websites, die Urheberrechtsverletzungen aufweisen
  • Seiten, mit wenig Inhalt (Thin Content)
  • Seiten, mit fehlerhaftem Code

 

Wer Fehler beim Linkaufbau vermeiden möchte, der sollte dabei die Augen offen halten. Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, dass eine bestimmte Seite für deinen Linkaufbau nichts taugt, dann liegst du damit womöglich richtig. Achte beim Linkaufbau auf Qualität – und du wirst mit Google und Co. keine Probleme bekommen.

 

2. Immer gleicher Linktext

Backlinks von themenrelevanten Websites sind besonders wertvoll. Doch beim Linkaufbau sollte nicht nur auf Themenverwandschaft, sondern auch auf den passenden Linktext (Ankertext) geachtet werden. Google begrüßt natürlich aussehende Linkprofile. Ständiges verlinken mit dem gleichen Linktext ist daher kontraproduktiv. Google mag bei externen Links keine harten Linktexte und straft Websites schon mal gerne ab, sobald künstliche Muster beim Linkaufbau erkennbar werden.

beispielbild linktext beim linkbuilding

Darum sollte der Linktext beim Backlinkaufbau möglichst oft variiert werden. So wird es Google schwerfallen, ein manuell aufgebautes Linkprofil zu enttarnen. Dabei kannst du die Ankertexte nahezu beliebig variieren. Auch die Verlinkung von mehreren Wörtern, Halbsätzen und Stoppwörtern („hier“, „jetzt informieren“, „mehr“, usw.) gehört zu einem gesunden Linktext-Mix dazu. Es ist allerdings auch normal, dass Markennamen oder Domainnamen häufiger verlinkt werden (circa 50 % der Links sollten auf den Markennamen oder die Domain verweisen).

 

3. Linkaufbau mit themenfremden Links

Ein weiterer Fehler beim Linkaufbau ist es, Links in großer Zahl von themenfremden Seiten aufzubauen. Dies widerspricht einem natürlichen Linkprofil. Der Betreiber einer Website möchte seinen Lesern schließlich Inhalte anbieten, die für diesen besonders relevant sind. Darum ist es nur natürlich, wenn Websites auf themenrelevante Seiten verlinken.

Eine Website, die sich mit dem Thema Marketing befasst, wird wohl eher auf andere Marketingthemen verlinken, als auf Websites aus dem Bereich Gastronomie oder Sportlernahrung. Bekommt eine Website besonders viele Backlinks von themenfremden Seiten, so entsteht schnell der Eindruck, dass Links gekauft oder getauscht wurden. Um Fehler beim Linkaufbau zu vermeiden, sollten Backlinks am besten im gleichen Themenfeld aufgebaut werden.

themenrelevante backlinks aufbauen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Plötzliches Linkwachstum

Viele Webseitenbetreiber wünschen sich, dass ihre Website möglichst schnell bei Google sichtbar wird. Dabei kann es vorkommen, dass Seiten ohne Backlinks bei Google lange vor sich hin dümpeln, ehe sie gemächlich nach vorne wandern. Um diesen Prozess zu beschleunigen, versuchen sich viele Webseitenbetreiber im aktiven Linkbuilding. Doch ein häufiger Fehler beim Linkaufbau ist es, wenn Backlinks zu schnell und zu unregelmäßig aufgebaut werden. Viele Seitenbetreiber verlinken in den ersten Wochen sehr stark, um die Seite schnell nach vorne zu bringen. Anschließend lässt diese Aktivität nach, was für Google sehr unnatürlich aussieht. Besser ist es, den Linkaufbau kontinuierlich zu betreiben und den Prozess der Verlinkung gleichmäßig in die Länge zu ziehen. Ein aggressiver und punktueller Linkaufbau ist dagegen kontraproduktiv und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

 

5. Keine No-Follow-Links im Linkprofil

Backlinks mit einem No-Follow-Attribut werden zwar vom Webcrawler ignoriert – dennoch gehören No-Follow-Backlinks zu einem natürlichen Linkprofil. Wie hoch der Anteil an No-Follow-Links sein sollte, ist zwar umstritten – viele Webseitenbetreiber setzen jedoch auf einen Anteil von circa 10-40 %. Ob Google dabei No-Follow-Links tatsächlich immer ignoriert ist nicht ganz sicher. Viele SEOs glauben, dass hochwertige No-Follow-Links – wie zum Beispiel von Wikipedia – durchaus einen positiven Nutzen für eine Website haben können (Es wird zwar kein Linkjuice vererbt; Google erkennt aber mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass der Link von einer Autorität stammt).

 

6. Quantität statt Qualität

Nach den letzten Updates ist eines klar geworden: Klasse ist wichtiger als Masse! 1-2 hochwertige Backlinks können einen größeren Beitrag für das Google-Ranking liefern, als 20 minderwertige Kommentar- oder Forenlinks. Besonders wertvoll sind Backlinks von Websites, die einen Themenbezug aufweisen und die gleichzeitig bei Google hohen Trust genießen. Um sich einen Überblick vom Trust einer Seite zu verschaffen, lohnt es sich, das Linkprofil der anvisierten Seite zu untersuchen. Viele SEOs setzen bei ihren Analysen auf Tools wie Majestic, die teilweise kostenlos genutzt werden können. Websites mit hohem Trust Flow und einem klar begrenzten Themenschwerpunkt sind dabei gute Kandidaten für einen hochwertigen Backlink.

 

Gutes Linkprofil: Starke Themenfokussierung und hoher Trust Flow

linkaufbau: gutes linkprofil und trust-werte

 

 

Schlechtes Linkprofil: Breite Themenstreuung und geringer Trust Flow

linkaufbau: schlechtes linkprofil und trust-werte

 

 

7. Backlinks vom gleichen Seitentyp

Auch bei Backlinks vom immer gleichen Seitentyp handelt es sich um einen typischen Fehler beim Linkaufbau. Wer fast nur Links aus Foren oder Blogs vorweisen kann, der macht sich schnell verdächtig. Ein ausgewogenes Linkprofil besteht aus einer Mischung von Backlinks verschiedener Seitentypen. Positiv sind auch Backlinks von Firmen und Organisationen aus der gleichen Branche, wobei reziproker (gegenseitiger) Linktausch vermieden werden sollte.

 

8. Unnatürliche Linkverteilung

Wer Backlinks selbst aufbaut, setzt diese meistens auf die Startseite. Das kann durchaus Sinn machen; bekommt die Startseite jedoch zu viele Links, dann entspricht dies zumeist nicht mehr einem natürlichen Linkprofil. Gerade wer neben statischen Seiten auch einen Blog betreibt, verfügt normalerweise über viele Backlinks, die auf die Blogbeiträge verweisen. Genauso verhält es sich auch bei Nachrichtenportalen. Bei diesen verweisen viele Backlinks direkt auf die Unterseite bzw. den Artikel (Deep-Link). Einige Nachrichtenportale wie die FAZ oder der Focus weisen eine Deep-Link-Ratio von circa 90 % auf, da fast alle Links auf die Unterseiten verweisen.

 

9. Falscher Sprachraum

Wer eine Seite für den deutschen Sprachraum betreibt, der bekommt normalerweise auch die meisten Backlinks aus dem deutschen Sprachraum. Alles andere wäre unlogisch. Enthält ein Linkprofil dagegen viele Backlinks aus anderen Sprachräumen, so riecht das schnell nach Manipulation. Einige Links aus dem Ausland dürfen sicher mit dabei sein. So lange fremdsprachige Backlinks nur einen kleinen Prozentsatz ausmachen, ist alles in bester Ordnung.

 

10. Viele Backlinks aus Sidebar oder Footer

Google hat im Jahre 2015 seinen Algorithmus angepasst und kann nun erkennen, wo sich ein Link auf der Seite befindet. Links, die gut sichtbar sind, belohnt Google am meisten. Das sind Links, die auf der Seite weit oben stehen oder sich im oberen Teil der Contents befinden. Links aus der Sidebar sind nicht optimal, aber in der Regel besser als Links aus dem Footer. Vor allem Links aus dem Footer gelten als vorbelastet. Der Footer wurde in der Vergangenheit häufig für Partnerlinks oder gekaufte Links verwendet. Gute und natürliche Backlinks entstehen aber zumeist beim Schreiben und befinden sich im Textbereich (siehe Grafik). Nach Möglichkeit sollten solche Backlinks bevorzugt werden.

Infografik: Linqualität abhängig von Position (1 = gut, 5 = weniger gut)

backlinks aufbauen mit links aus footer oder sidebar

Fazit

Wer Fehler beim Linkaufbau vermeiden möchte, der sollte ein möglichst ausgewogenes und abwechslungsreiches Linkprofil aufweisen. Wer geschickt vorgeht, kann den Linkaufbau beschleunigen, ohne dass Google dahinter eine Manipulation vermutet. Zu einem natürlichen Linkprofil gehören auch Backlinks von Webseiten mit höherem oder niedrigerem Pagerank. Auch einige No-Follow-Links und eine Vielzahl verschiedener Ankertexte gehören zu einem natürlichen Linkprofil. Wenn ihr die Tipps aus diesem Ratgeber beherzigt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Viel Spaß beim Verlinken!

 

TCS – Unterstützung beim Linkaufbau in Böblingen, Tübingen, Stuttgart und ganz Deutschland